Neuigkeiten
03.05.2018, 00:35 Uhr | Claus Paal MdL
Claus Paal: „Wir lassen die Einzelhändler nicht allein!“
CDU mit Dialogprozess „Handel 2030“ als Antwort auf drängende Probleme
Im Gespräch mit Einzelhändlern und Vertretern des Handelsverbands Baden-Württemberg habe ich mich als wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Anfang April in Fellbach erkundigt, welche aktuellen Probleme den stationären Einzelhandel im Land beschäftigen. Die Branche befindet sich in einem rasanten Umbruch und viele Bereiche wie Lebensmittel, Buchhandel, Elektronik etc. werden in den kommenden Jahren vor schwierigen Entscheidungen stehen. Digitalisierung, Fachkräftemangel, Online-Handel, Öffnungszeiten, drohende Fahrverbote, Datenschutz, Ladenkriminalität, Innenstadtentwicklung und die wohnortnahe Versorgung der Menschen im ländlichen Raum – es gibt unglaublich viele Themen, die die Händler beschäftigten.
Für mich ist klar: Wir lassen den Handel mit seinen 44.500 Unternehmen und 576.000 Beschäftigten im Land nicht allein mit diesen Problemen. Im vergangenen Jahr habe ich daher mit der CDU- Landtagsfraktion den Dialogprozess „Handel 2030“ initiiert. Unter Federführung und Steuerung des Wirtschaftsministeriums werden wir noch 2018 beginnen, gemeinsam mit den Akteuren des Handels alle Blickwinkel der aktuellen und bevorstehenden Herausforderungen zu beleuchten, über Lösungen zu beraten und Handlungsstrategien zu erarbeiten. Im aktuellen Landeshaushalt für die Jahre 2018/2019 wurden dafür 400.000 Euro eingestellt.

Bei meinem Gespräch in Fellbach wurde insbesondere das Thema Ladenkriminalität intensiv diskutiert. Dem baden-württembergischen Einzelhandel entsteht dadurch jährlich ein Schaden von geschätzt 500 bis 700 Millionen Euro. Trotz eines leichten Rückgangs im vergangenen Jahr auf rund 38.000 Fälle von Ladendiebstahl ist das nach wie vor ein inakzeptables Niveau im Land. Die in Fellbach vertretenen Händler waren daher wie ich einstimmig der Meinung, dass die von Justizminister Guido Wolf angekündigte Abschaffung der Bagatellgrenze bei Ladendiebstählen von bislang 25 Euro dringend notwendig und ein wichtiges Zeichen war. Unabhängig von der Schadenshöhe sollen die Staatsanwaltschaften, bei denen in diesem Zusammenhang über 140 neue Stellen geschaffen werden, nun in jedem Einzelfall über die Folgen eines Ladendiebstahls entscheiden. Um auch dieser Problematik Herr zu werden, habe ich dem Handel angeboten, im Rahmen von „Handel 2030“ auch auf das Thema Ladenkriminalität einzugehen.

Weitere Themen waren die zum 25. Mai in Kraft tretende Europäische Datenschutzgrundverordnung und ihre Folgen sowie die drohenden Fahrverbote in Stuttgart. Bei Letzteren waren wir uns in ihrer Ablehnung einig. Fahrverbote würden nicht nur den Einzelhandel durch ausbleibende Kundschaft schmerzhaft treffen, sondern auch der gesamten Region Stuttgart und dem Land Baden- Württemberg imagemäßig und wirtschaftlich enormen Schaden zufügen.

Ungeachtet aller Probleme bin ich aber zuversichtlich: Der Einzelhandel im Rems-Murr- Kreis wie in Baden-Württemberg hat große Chancen. Wir müssen zu Wohle aller Bürgerinnen und Bürger dafür sorgen, ihm eine gute Zukunft zu ermöglichen. Der Dialogprozess „Handel 2030“ ist dazu die optimale Plattform.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon