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19.12.2011, 10:39 Uhr | Andreas Niederle, CDU-Kreispressereferent
Die Zukunft der Parteien und die Zukunft der CDU Rems-Murr
Bei der Ortsvorsitzendenkonferenz im Hofgut Hagenbach stand das Thema „Die Zukunft der CDU Rems-Murr“ im Mittelpunkt. Die Konferenz wurde von der Projektgruppe Organisation & Kommunikation unter der Leitung von Erik Mai gestaltet, die sich seit geraumer Zeit mit der Frage beschäftigt, wie die CDU Rems-Murr auf den gesellschaftlichen Wandel und die Veränderung der Parteienlandschaft reagieren kann.
Als Gastreferent konnte Herr Dr. Knut Bergmann, ein Parteienforscher von der Stiftung Neue Verantwortung und ehemaliger Mitarbeiter im Bundespräsidialamt, gewonnen werden. Er hat sich in mehreren Projekten mit der Zukunft von Parteien beschäftigt und konnte den anwesenden Vertretern unserer Ortsverbände wertvolle Impulse für eine schrittweise Weiterentwicklung der Parteiarbeit geben.

In der schmerzhaften Niederlage bei der Landtagswahl sieht Herr Dr. Bergmann gleichzeitig die Chance für die CDU in Baden-Württemberg „wieder die Fenster aufzureißen und frische Luft herein zu lassen.“ Es bestehe jetzt die Möglichkeit sich neu aufzustellen und neuen Formen der Parteiarbeit mehr Raum zu geben. Ein bedeutsamer Aspekt sei, wieder verstärkt über den sogenannten vorpolitischen Raum nachzudenken. Im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland ist die CDU im Südwesten noch sehr stark in den gesellschaftlichen Strukturen wie Vereinen etc. verankert und im Austausch mit ihnen. Doch auch hier sollte immer wieder darüber nachgedacht werden, ob sich die CDU manchen gesellschaftlichen Gruppierungen und Fragestellungen gegenüber wieder stärker öffnen muss. Die Gesellschaft verändert sich stetig, und es ergeben sich heute immer wieder neue Gruppierungen und Fragestellungen denen sich Parteien zu stellen haben und zu denen eine Partei in Kontakt bleiben sollte. Ein Wandel bedeute dabei nicht die traditionellen Wurzeln zugunsten neuer gesellschaftlicher Strömungen zu vernachlässigen. Vielmehr gilt es die Augen für Neues offen zu halten und sich Neuem wieder verstärkt zu öffnen. Das wird in vielen Fällen Mut zur Veränderung erfordern, ist aber für den Fortbestand einer Partei unabdingbar wenn sie auch in Zukunft von der Mehrheit der Bevölkerung den Auftrag zur politischen Gestaltung erhalten will.

Doch nicht nur in ihrem Auftreten nach außen sollte sich die CDU hinterfragen, sondern auch in ihrer internen Diskussions- und Streitkultur. Der aus medialer Sicht verständliche Wunsch nach Geschlossenheit führe häufig leider dazu, dass innerparteiliche Auseinandersetzungen nicht oder nur unzureichend geführt würden und die Basis sich in einigen Fällen nicht mitgenommen fühlt, so Bergmann. Es gehe allgemein darum, wieder mit mehr Mut an neue Themen heran zu gehen und sich neuen Formen des politischen Dialogs innerhalb der Partei und außerhalb der Partei zu stellen.

Während des Vortrags und im Anschluss daran ergab sich eine lebendige Diskussion über konkrete Ansatzpunkte bei der Arbeit in den Ortsverbänden. So mancher Teilnehmer nahm mehrere Seiten Papier voller Notizen und Anregungen mit nach Hause.

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