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15.12.2011, 13:42 Uhr | Gerhard Winter, stv. Vorsitzender des EAK Rems-Murr
Gemeinsam füreinander - die inklusive Gesellschaft
FU Mittleres Remstal / EAK Rems-Murr
Die Inklusion von Behinderten war Inhalt einer gemeinsamen Veranstaltung der Frauen Union Mittleres Remstal und des Evangelischen Arbeitskreises Rems-Murr in Winterbach. Beate Härer (FU) und David Müller (EAK) konnten neben zahlreichen Zuhörern die Referentin des Abends, Frau Heiderose Maaß, Vorstandsmitglied der Diakonie Stetten begrüßen.

Das Thema der Inklusion von Behinderten gehe, so  Heiderose Maaß, auf die UN-Behindertenrechtskonvention zurück. Sie sei nun verbindliche Grundlage für die Behindertenpolitik in Deutschland. Ein wesentliches Ziel der Inklusion bestehe darin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass Behinderte in möglichst weitem Umfang ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ausgehend von der Würde und der Gleichberechtigung jedes einzelnen Menschen fordere die Konvention die gleichberechtigte Teilhabe Behinderter am gesellschaftlichen Leben, Barrierefreiheit in allen öffentlichen Bereichen bis hin zu den Medien, Wahl- und Entscheidungsfreiheit beim Wohnort, gleiche Chancen in der Bildung und Freiheit bis hin zur Auswahl der Lernorte, das Recht auf Ausbildung und Arbeit auch außerhalb von Behindertenwerkstätten sowie  uneingeschränkte Bürgerrechte.

Ausgehend von ihren langjährigen Erfahrungen in der praktischen Arbeit mit Behinderten erläuterte Heiderose Maaß die Chancen, aber auch die Grenzen dieser neuen Ausrichtung der Behindertenpolitik. In der Diskussion wurde rasch klar, dass die Umsetzung der Konvention differenziert angegangen werden müsse, da es ganz unterschiedliche Grade und Formen von Behinderungen gebe. „Maßstab muss der Einzelfall sein, der Nutzen für den einzelnen Behinderten“ so Heiderose Maaß. Eine Grenze für die Umsetzung, so mehrere Diskussionsbeiträge, stelle auch die Finanzierung dar. Dies spreche dafür, die Konvention nur Schritt für Schritt realisieren zu können. Wichtig für eine gelingende Inklusion werde es sein, ob die Gesellschaft den mit der Konvention geänderten Weg annehme und mittrage. Nicht vergessen werden dürfe, in welchem Umfang sich seit vielen Jahrzehnten und bis heute viele Haupt- und Ehrenamtlich mit großem Einsatz und „mit dem Herzen“ für Behinderte engagieren.

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