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19.06.2017, 09:57 Uhr | Volker Simon, CDU Rems Murr
CDU: Arbeitsplatz fördert Integration
Kreisvorstand im Dialog mit Arbeitsagentur und Jobcenter
Teilzeitbeschäftigung ist der Erfolgstrend im Rems-Murr- Kreis. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist seit 2008 um 58,5 Prozent gestiegen. „Diese Beschäftigungsform erleichtert Frauen und Alleinerziehenden die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und vor allem den Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Teilzeitbeschäftigung ist auch eine Maßnahme gegen den oft beklagten Fachkräftemangel“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Joachim Pfeiffer MdB bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters in Waiblingen. Der Kreisvorstand des CDU-Kreisverbandes Rems-Murr informierte sich bei seiner jüngsten Sitzung aus erster Hand über den Arbeitsmarkt.
Waiblingen - Der Landtagsabgeordnete Claus Paal regte angesichts der größeren Anzahl von jungen Alleinerziehenden und mit Blick auf den Azubi- und Fachkräftemangel bei den Unternehmen an, dass die Unternehmen mehr Ausbildungsplätze in Teilzeitbeschäftigung anbieten sollten. Er appellierte zudem an Schüler, Eltern und Lehrer, die Realschule wieder stärker als Zugang zur dualen Bildung zu begreifen. Gegenwärtig beginnt nur die Hälfte der Schüler eines Abschlussjahrganges eine Ausbildung.

Im Berufsberatungsjahr 2016/2017 kommen auf 2.432 Stellen gegenwärtig 2.641 Bewerber. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 2,9 Prozent. Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist die beste Arbeitslosenversicherung: Dies bestätigen die Zahlen der Agentur für Arbeit. Nahezu die Hälfte der Arbeitslosen im Kreis hat keine Berufsausbildung.

Dr. Pfeiffer forderte, über die bestehenden Qualifizierungsmaßnahmen hinaus wirksame Instrument für Langzeitarbeitslose zu entwickeln, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Er setzte sich dafür ein, dass mit Blick auf die auf den Arbeitsmarkt kommenden Asylbewerber und Flüchtlinge mit Duldungs- und Bleiberecht der Betreuungsschlüssel weiter gesenkt wird. Gegenwärtig betreut die Agentur 400 Flüchtlinge und Asylbewerber, das Jobcenter 2.400.

„Ein Arbeitsplatz ist ein wesentlicher Schritt zur Integration, deshalb müssen wir, wenn notwendig, dort die Mittel verstärken“, sagte Dr. Pfeiffer. Bislang wurden seit 2016 192 Arbeitsplätze und 52 Ausbildungsplätze vermittelt. Er wandte sich trotz der recht geringen Vermittlungsquote gegen das Absenken des Sprachniveaus als Zugang zur Ausbildung. „Die Sprachkenntnisse sind der Schlüssel, eine Absenkung führt schnell zu Frust bei den Azubis und dem Ausbildungsbetrieb und damit zum Abbruch“, betonte der CDU-Kreisvorsitzende.

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