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19.02.2017, 19:01 Uhr | Horst Maess, CDA-Kreisvorsitzender
Appell für betriebliche Altersvorsorge
Gemeinsame Veranstaltung von CDA und JU
Die Fachleute waren sich einig: die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und die beiden anderen Säulen des Rentensystems (gesetzliche Rente und Riesterrente) müssen solide sein und ihren Zweck erfüllen. Jeder Arbeitnehmer braucht die drei Säulen. Fakt ist allerdings, dass die gesetzliche Rente sinkt, die bAV nur der Hälfte der Arbeitnehmer zur Verfügung steht und in der Riesterrente nur etwa 16 Mio Verträge bestehen.
Die CDA informierte daher zusammen mit der JU des Kreises am 3.2.2017 in einer öffentlichen Veranstaltung in Waiblingen über den Stand und die Ziele der bAV, die gerade vom Gesetzgeber bearbeitet wird und noch vor der Wahl reformiert werden soll. Jedenfalls zeigte sich MdB Dr. Pfeiffer zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Ein Referentenentwurf zum Betriebsrentenstärkungsgesetz liegt bereits vor.

Die sachlichen Informationen lieferten:
der selbstständige Vermögensberater Joachim Krüger,
der DGB-Gewerkschaftssekretär Dominik Gaugler,
der Südwestmetallvertreter Dr. Björn Steinat
und der Handwerksmeister und Unternehmer Herrmann Schöllkopf.

 In einer anschließenden Diskussion unter der Leitung von Redakteur Martin Winterling wurden einzelne Aspekte auch kontrovers diskutiert und Fragen aus dem Publikum beantwortet.

 
Die CDA legt besonderen Wert auf folgende Punkte, damit die Reform gelingt und die bAV auch in kleinen Betrieben und von kleinen Einkommen angewendet werden kann:
Eine Rente allein oder alle Renten eines Arbeitnehmers zusammen müssen deutlich über der Grundsicherung liegen, wenn der Rentner 45 Jahre ohne Teilzeit gearbeitet hat. Die Förderung der bAV muss erweitert werden:
  • durch einen Freibetrag von 200 Euro bei der Auszahlung der Rente (dieser Betrag darf nicht mit einer eventuell nötigen Grundsicherung verrechnet werden)  
  • durch staatliche Zuschüsse von 30 Prozent auf freiwillige Arbeitgeberbeiträge von bis zu 480 Euro p.a.  
  • durch Mitnahme bei Betriebswechsel  
  • durch einen Zuschuss des Arbeitgebers von 15 Prozent auf die Einzahlung des Arbeitnehmers (dies mildert die Doppelverbeitragung ab)  
  • durch Vereinbarung einer Zielrente, durch die der Arbeitgeber von Haftrisiken befreit wird.
Die bAV soll eine Pflichtvorsorge werden; es sei denn der Arbeitnehmer wählt ausdrücklich das Opting-out.

Wir denken, dass so auch außerhalb der industriellen Tarifverträge mehr Vereinbarungen über eine bAV zustande kommen können, und fordern alle Betriebe im Kreis auf, dieses Ziel zu verfolgen.

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