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Neuigkeiten
02.06.2017, 17:51 Uhr | Volker Simon, CDU Rems Murr
Schulstunde zur Bildungspolitik
Dr. Susanne Eisenmann bei der CDU Rems-Murr
Donnerstag und Freitag Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Mittwoch Bildungskongress und am Dienstagabend eine gute Schulstunde zur Schulpolitik in Waiblingen bei der CDU: verbindlich im Ton, deutlich in der Aussage, energisch, dennoch zuhörend und Argumente mitnehmend in der Diskussion. So präsentierte sich Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg, am Dienstagabend vor 80 Interessierten im Foyer des Bildungszentrums Donner + Partner.
Unter der Überschrift „Gute Bildung – beste Aussichten!“ hatte die Arbeitsgruppe Bildung des CDU-Kreisverbandes Rems-Murr eingeladen. Ihr Impulsvortrag verdeutlichte, warum sich die Ministerin zuvorderst als Bildungpolitikerin und die Schule nicht als Labor für parteipolitische Bildungsexperimente versteht: „Wir brauchen für Eltern, Lehrer und die Schüler Verlässlichkeit und Ruhe.“ Der CDU-Landtagsabgeordnete Siegfried Lorek bestätigte als Mitglied im Bildungsausschuss die hohe Akzeptanz der Bildungspolitik der Ministerin. Eine Fachfrau, die auch bei Details weiß, wovon sie spreche, wie Angela Huber, Leiterin des Arbeitskreises Bildung des CDU-Kreisverbandes Rems-Murr, betonte. Eine Ministerin, die das Schulleben kennt und deshalb schmunzeln muss, als Dr. Elke Domaschke, Schulleiterin bei Donner+Partner, von „unentspannten Eltern“ erzählt.

Gleichwohl ist es bei ihr mit der Ruhe nicht weit her, denn die Ministern treibt das im Vergleich zu früheren Studien schlechte Abschneiden baden-württembergischer Schüler um. Dabei stellt sie niemanden an den Pranger, vielmehr setzt sie bei Verbesserungen bei den Jüngsten an der Grundschule an: mehr Poolstunden für die Vermittlung der Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen, Abschaffung des Konzepts „Schreiben nach Gehör“ und die Wiedereinführung der Empfehlung für weiterführende Schulen. Gleichwohl wandte sie sich gegen den Trend, dass Kinder zunehmend früher eingeschult werden.

Die Frage nach der Vielgliedrigkeit des Schulsystems stellt sich Dr. Eisenmann nicht, da aus ihrer Sicht alle Schultypen eine Existenzberechtigung haben. Es gelt nun die Stärken der einzelnen Schultypen zu fördern und damit den Schülern entsprechend der Leistungsfähigkeit ein differenziertes Angebot zu machen. Die Wahlfreiheit der Eltern, auch bei der Inklusion, und die Durchlässigkeit des Systems sind für die Ministerin wesentliche Eckpfeiler. In der Wahrnehmung der Eltern und Schüler gelte es, die Wertschätzung für eine duale Ausbildung zu erhöhen: „Eine akademische Bildung und eine berufliche Bildung sind gleichwertig.“ Sie appellierte auch an die ausbildenden Betriebe, Bewerber von Haupt-, Werkreal- und Realschülern einzustellen.

Der Trend zu Gymnasien, vor allem in städtischen Ballungsräumen, sei unumkehrbar, dennoch sei die Realschule die „zentrale Säule des Bildungssystems“, die 600 weiteren Stellen gefördert werde. Dr. Eisenmann bekannt sich klar zu den bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen, aber auch dazu, dass an diesen keine weiteren gymnasialen Oberstufen eingeführt werden. Vor allem in ländlichen Räumen kämpfe sie um jede Haupt- und Werkrealschule.

Ja zur weiteren Digitalisierung, aber nach dem Gebot „Technik muss der Pädagogik folgen“. Ja zur Inklusion, aber nicht als „Zwangsbeglückung“, sondern als Wahlrecht für die Eltern. Ja zum konfessionellen Religionsunterricht und zum Islamunterricht an Schulen. Diese Forderung auch vor dem Hintergrund, dass 40 Prozent der Flüchtlinge schulpflichtig und viele muslimischen Glaubens sind. Der Schule komme eine zentrale Aufgabe bei der Integration der Kinder zu, auch darauf, dass diese das westliche Wertesystem akzeptierten: „Nur über Bildung gelingt Integration.“